Pressemitteilungen 2016

Berlin, 30. September 2016

Veränderung in Gesellschafterstruktur

Verlagsgruppe Handelsblatt wird neuer Gesellschafter der VG Media

Der Gesellschafterkreis der VG Media ändert sich: Die Verlagsgruppe Handelsblatt übernimmt 4,29 Prozent der Anteile an der Verwertungsgesellschaft. Diese wurden zuvor von ProSiebenSat.1 zusätzlich zu den weiteren Anteilen des Konzerns treuhänderisch gehalten. Mit dem Beitritt zur VG Media setzt das Medienunternehmen auf die gerichtliche Durchsetzung des Leistungsschutzrechts der Presseverleger, die von der VG Media seit 2014 betrieben wird. Der Bundestag hat 2013 ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger eingeführt, das insbesondere von Suchmaschinenbetreibern wie Google oder Yahoo bekämpft wird.

Gabor Steingart, Herausgeber des „Handelsblatts“: „Der Deutsche Bundestag hat 2013 ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger erlassen, das gleichbleibend aktuell wie in seiner rechtspolitischen Absicht richtig ist. Google und Facebook sollen dennoch zahlen, wenn sie unsere verlegerischen Inhalte publizieren und für sich verwerten. Die VG Media ist für die Durchsetzung unserer Interessen der richtige Partner. Auch die Kabelunternehmen haben von der VG Media lernen müssen, dass sie nicht ein Stück Plastik in der Wohnzimmerwand, sondern private Fernseh- und Radioprogramme gegen monatliches Geld verkaufen. Deshalb investieren wir in den Erwerb des VG Media-Gesellschaftsanteils in unsere Zukunft.“

Auch in der Europäischen Union gibt es verstärkt politische Initiativen, um zu einem europäischen Presseleistungsschutzrecht zu kommen. Vor diesem Hintergrund hat der Burda-Verlag entschieden, seine Rechte ab 2017 vorerst nicht länger von der VG Media wahrnehmen zu lassen, sondern sich ganz auf die europäischen Bemühungen zur Stärkung des Rechts der Verleger auf Beteiligung zu konzentrieren.

Markus Runde und Maren Ruhfus, Geschäftsführer der VG Media: „Wir freuen uns sehr, mit der Verlagsgruppe Handelsblatt nicht nur einen weiteren Verlag als Gesellschafter für die VG Media, sondern auch einen profilierten und engagierten Verbündeten in der Auseinandersetzung um die Durchsetzung des Presseleistungsschutzrechts gewonnen zu haben. Gleichzeitig respektieren wir den Schritt des Burda-Verlags, sich vorerst aus der VG Media zurückzuziehen. Wir stehen für eine erneute Wahrnehmung der Rechte bereit.“

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