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Berlin, 01.02.2019

VG Media präsentiert die Deutschland-Premiere des Films THE CREEPY LINE

Internetgiganten gefährden die Säulen der Demokratie

Am 29. Januar 2019 fand in der Astor Film Lounge die deutsche Premiere des Dokumentarfilms THE CREEPY LINE statt. Neben hochrangigen Gästen aus Politik, Medien und Gesellschaft waren die Produzenten des Films, Michelle und Matthew A. Taylor, sowie Dr. Robert Epstein, renommierter amerikanischer Psychologe, Autor und Journalist, bei der Premiere anwesend.

Der Dokumentarfilm zeigt die erschreckende Manipulation der Gesellschaft durch Digitalmonopolisten wie Google und Facebook und macht deren bemerkenswert subtile, dafür aber sehr wirksame Vorgehensweise publik. Darüber hinaus erörtert der Film, was Google und Facebook mit den Daten ihrer Nutzer tun. Diese Daten werden nicht nur an den Meistbietenden gewinnbringend verkauft, sondern auch dazu verwendet, das öffentliche Bewusstsein zu prägen, zu manipulieren und dabei in großem Umfang Meinungsbildung zu betreiben – alles mit dem Ziel, die Gesellschaft ihrem eigenen Weltbild anzupassen.

Dr. Epstein erläutert im Film, wie Google die Grenze zum Unheimlichen („The Creepy Line“) jeden Tag auf das Neue überschreitet. So werden mit Hilfe intransparenter Suchalgorithmen riesige Mengen persönlicher Daten gesammelt, verarbeitet und aufgezeichnet, die Aufschluss geben über politische Ansichten oder individuelle Vorlieben der Nutzer.

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Fotos: © hektik/Marcel Jahn

“Solange sie diese Art von Macht haben, ist Demokratie eine Illusion. Gegen diese Macht brauchen wir vielfältige Absicherungsmechanismen, die uns wirksam schützen. Das Internet gehört uns allen. Es gehört nicht Google oder Facebook“, meint Dr. Epstein.

Im Anschluss an die Filmpremiere diskutierte Dr. Epstein mit Christoph Schwennicke, Chefredakteur und Verleger von Cicero, und Dr. Ole Jani, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Urheberrecht, über den Einfluss von Digitalmonopolisten auf die Gesellschaft und das tägliche Leben.

„Der Umgang von Internetgiganten wie Facebook und Google mit unseren privaten, teils sehr sensiblen Daten zeigt eindrucksvoll, dass solche Unternehmen keine Skrupel davor haben, ihre Macht auf unsere Kosten auszubauen, immer im eigenen Interesse der maximalen Erlös- und Gewinnsteigerung. Es darf nicht sein, dass wir uns durch Suchmaschinen und digitale Plattformen in unserer Meinungsfindung und -bildung manipulieren lassen. Deshalb ist es dringend geboten, Sicherheitsmechanismen und starke Regulierungen zeitnah einzuführen, um diese unheimliche Macht endlich zu beschränken. Die Zeit läuft uns davon“, so Christoph Schwennicke.

Er erwähnte auch die Situation der Verlage: „Wir investieren viel Geld in die Schaffung von breit gefächerten Inhalten. Google bedient sich in seinen Features an diesen Inhalten, generiert damit Milliarden an Umsätzen und ist nicht bereit für unsere urheberrechtlich geschützten Werke und unsere Investitionen in solide und gut recherchierte Arbeit einen angemessenen Ausgleich zu bezahlen. Die freie und lebendige Presse muss besser vor den Eingriffen solcher Unternehmen geschützt werden, ansonsten kann auf Dauer ein Journalismus von hoher Qualität und Vielfalt nicht garantiert werden, welcher – ohne Zweifel – eine der Säulen für unsere Demokratie ist.“

Dr. Robert Epstein: “Ich bin zutiefst beunruhigt. In den sechs Jahren, in denen ich mich nun mit Google beschäftige, habe ich gelernt, dass praktisch nichts, was die Firma einem zeigt, so ist wie es scheint. Googles kostenlose Dienste sind gar nicht wirklich kostenlos, wie es dem Nutzer suggeriert wird - es sind gut getarnte Überwachungsinstrumente, die einem ein gutes Gefühl geben, während gleichzeitig Unmengen an Daten gesammelt werden, mit denen Google im Jahr über 100 Milliarden US-Dollar aus Werbeeinnahmen erzielt.“

THE CREEPY LINE erscheint demnächst in ausgewählten deutschen Kinos.

Weitere Informationen zu THE CREEPY LINE finden Sie hier: thecreepyline.com

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Unheimlich reich und mächtig und er scheint alles und jeden zu kennen: Galileo (ProSieben) hat sich den Internet-Riesen einmal genauer angeschaut... Zur Webseite: Pro7 Galileo